Wenn der Schöpfungstext mit dem zweiten Tag dem Leser verrät, dass „der Himmel“ kein Solitär ist und es grundsätzlich um „die Himmel“ geht, wie auch der Gottesbegriff ELOHIM kein Singular ist, sondern ein Plural und „die Götter“ bedeutet, steht er nicht mehr dem erhofften EINEN gegenüber steht sondern einer Pluralität. Der Mensch muss umdenken. Der vertikale Gegensatz von Mensch und Gottheit lässt es nicht mehr zu, das Eine im „Oben“ und „Außen“ zu verorten. Der Singular wird dem „Unten“, „der Erde“ zugerechnet, so wie es das eine Subjekt ist, welches nach oben schaut und „die Himmel“ und „die Götter“ erblickt. Im neuen Blick auf die Polarität findet das EINE sich im „Unten“ und „Innen“ – im Menschen selbst!
Die Umkehr zur eigentlichen Ordnung verbirgt sich in der Zahl 390, die sowohl die Pluralität „der Himmel“ als auch die des Menschen in „männlich und weiblich“ umfasst. Die Qualität der Zahl kann man auf verschiedene Weise erschließen. Die erste und unmittelbare geht über ihre Summenbildung (3+9+0 = 12), die zur Zahl 12, zur Zahl der Ordnung führt. Die Botschaft, dass die Himmel und die Aufspaltung in „männlich und weiblich“ nicht wirklich tragisch ist, sondern eine Ordnung abbildet, die wohlwollender und fruchtbarer Natur ist, beruhigt und ist in der Regel Allgemeingut.
Eine andere Möglichkeit auf die Qualität der 390 zu schauen, ist das Produkt 30 x 31 aus dem man sie bilden kann. Das macht der biblische Text. Er greift die Faktoren 30 und 31 in den verschiedenen Geschlechterfolgen (Toledot) wiederholt auf und erschließt über ihren Kontext den Weg des Erkennens der wahren Polarität. Nachdem die Zahl 390 in der Sieben-Tage- Erzählung vorgestellt ist, wirft er einen stets neuen Blick auf sie.
Die erste Toledot ist die von „den Himmeln & der Erde“ (Gen 2:4 – 4:26). Unter der Vorgabe der Archetypen der Sieben-Tage-Erzählung und der Botschaft der 390, dass die dem Menschen innewohnende Polarität endlich als Einheit und Ganzheit zu betrachten ist, berichtet die erste Toledot von den dennoch vorhandenen Auswirkungen und Folgen der allgegenwärtigen Polarität. Bekanntermaßen endet sie im Bruderzwist KAIN-ABEL. Die Konfrontation mit dem Tod, seiner Gewalt und die zwielichtige Rolle der Gottheit wirft den Leser auf sich zurück und dynamisiert ihn. Auf der Suche nach Ordnung (12) und Antworten auf das, was über diese vorgestellte Ordnung hinausgeht und durch die Zahl 13 dargestellt wird, muss er eine neue Dimension erschließen, in der nicht mehr das Linearelogische das Maßgebende ist. Geometrisch lässt sich der Zustand im Bild des Dreiecks erfassen, das gleichnishaft zeigt, wie aus einer Dimension heraus eine neue und weitergehende entsteht. Das Verweilen im Linienhaften versus das Hervortreten der Fläche aus der Linie erblickt man in den Zahlsymbolen 12 und der13. Während die 12 das Symbol für die vertraute Ordnung in der regierenden Dimension ist, symbolisiert die 13 das ihr Entgegentretende. Zugleich verlangt sie von dem, dem sie erscheint, eine neue und höhere Dimension anzuerkennen.

Abb.: Das Dreieck zeigt, wie aus eindimensionalen Linien die zweidimensionale Fläche entsteht und das Prinzip der vorangehenden Ordnung (12) das über sie Hinausgehende (13) erschließt.
Am Ende der ersten Toledot und ihrer Tragödie finden wir die Aufzählung der über KAIN laufenden Geschlechterfolge ADAMs. Sie enthält 13 Namen, einschließlich der Namen der drei Frauen ADA, ZILLA und NAAMA.¹ Dass die Zahl 13 die dramtische erste Toledot kennzeichnet, könnte man mit zwei sich ergänzenden Vorurteilen erklären, das über die 13 und das vom Versagen KAINs. Doch auch die zweite Toledot, welche die Geschlechterfolge ADAMs über SET erzählt, nennt ausdrücklich 13 Namen. Das lässt die Herrschaft einer vermeintlich bösen 13 nicht mehr zu, denn für das Erscheinen des SET als Ersatz für ABEL hat die Gottheit ELOHIM der Frau ADAMs selbst „den Samen gesetzt“. Mit anderen Worten: Auch das andere, das göttliche Tun verlangt, die Zahl 13 unter dem Aspekt einer höheren Ordnung zu betrachten. Der aufmerksame Leser muss die Zahl 13 in das höhere Ganze „einordnen“.
Die Urthematik der Polarität lässt sich spätestens mit der zweiten Toledot nicht mehr auf die Linearität und auf eine Dimension beschränken. Die neu erkannte Polarität ist die Polarität von Ordnung (12) einerseits und das, was über diese Ordnung hinausgeht andererseits – die 13.
Während die 1. Toledot das Andere, das die gewohnte Ordnung übersteigt und unberechenbar ist, in der Erzählung von LAMECH noch über die Zahl 7 ins Bild setzt (siehe 7, 77 und 777), greift die 2. Toledot die über die Polarität erscheinende Unberechenbarkeit in Form ganz konkreter Zahlen auf. Die zweite Toledot nennt erstmals die Alter in denen die Subjekte zeugen und darüber hinaus deren Gesamtlebenszeiten. So zeugt ADAM im Alter von 130 Jahren den SET und lebt insgesamt 930 Jahre. Das „Muster 13“, seine Botschaft und die größeren Zusammenhänge lassen sich in der neuen Dimension vom Leser nicht mehr allein durch eine lineare und rechnende Logik erfassen. Er muss die Wirkung der Polarität vielmehr aus einem anderen und höheren Blickwinkel erfassen.² Im Falle des zuvor erklärten Wesens der Zahl 13 und der nun erwähnten Lebenszeit ADAMs von 930 Jahren (930 = 30 x 31) eröffnet sich der Sinn der Zahlen über deren polare Umkehr. Wurde die erste wahrnehmbare Polarität von „männlich & weiblich“, die trotz ihrer Zweiheit eine Einheit abbildet, über die Zahl 390 (13 x 30) kommuniziert, so wird sie nun im Geschlecht des ADAM mit dem gleichen Terminus aufgegriffen und um sein Zeugungsalter (130 Jahre) und sein Lebensalter (930) ergänzt. Bei den Zahlen fällt nicht nur die 130 als höhere Dimension der 13 auf. Die einst die Ur-Polarität abbildende 390 (13 x 30) wird zur 930 (31 x 30) und die 13 zur 31.
Der herkömmliche, rationale Erfassungsrahmen wird mit der zweiten Toledot gesprengt. Das ersieht man auch an der Anzahl der hebräischen Wörter, mit der die Schöpfungsakte erzählt werden. Die Sieben-Tage-Erzählung gebraucht 12 Wörter. Der die zweite Toledot eröffnende zweite Schöpfungsbericht des ADAM hingegen gebraucht 22 Wörter. Während die Zahl 12 noch deutlich auf die Ordnung der Dinge hinweist, muss man bei den 22 Wörtern des zweiten Berichts bereits Kenntnis darüber haben, dass das hebräische Alphabet das Alphabet der Ordnung ist und aus 22 Buchstaben besteht.
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5:1f Dies
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d.-Aufzählung
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d.-Zeugungen
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Adams
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an-dem-Tag
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d.-Erschaffens
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Elohim
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Adam
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im-Ebenbild
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7-5
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60-80-200
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400-6-30-4-400
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1-4-40
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2-10-6-40
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2-200-1
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1-30-5-10-40
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1-4-40
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2-4-40-6-400
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12
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340
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840
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45
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58
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203
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86
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45
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452
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(1)
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(2)
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(3)
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(4)
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(5)
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(6)
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(7)
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(8)
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(9)
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Elohims
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er-machte
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IHN.
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Männlich
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und-weiblich
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er-schuf-SIE.
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Und-er-segnete
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sie.
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1-30-5-10-40
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70-300-5
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1-400-6.
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7-20-200
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6-50-100-2-5
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2-200-1-40
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6-10-2-200-20
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1-400-40
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86
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375
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407
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227 + 163 = 390
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243
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238
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441
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(10)
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(11)
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(12)
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(13)
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(14)
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(15)
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(16)
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(17)
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Und-er-nannte
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**-Namen-ihre
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Mensch
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an-d.-Tag
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ihres-Erschaffenwerdens.
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6-10-100-200-1
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1-400_300-40-40
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1-4-40
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2-10-6-40
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5-2-200-1-40.
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317
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401+380=781
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45
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58
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248
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(18)
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(19)
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(20)
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(21)
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(22)
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Gemeinsam ist der Zahl 390 (30 x 13) der ersten Toledot und der Zahl 930 (30 x 31) der zweiten Toledot neben ihrer gegenseitigen Umkehrung der Zahlenwert 30. Das ist der Zahlenwert des Lamed (l), des 12. hebräischen Buchstabens mit der Bedeutung von „Ochsenstachel“. Ein Ochsenstachel ist ein Herrschaftsinstrument mit dem man die Erdkräfte, die Ochsen antreibt. Die aus einer höheren Dimension kommende Richtungsweisung wird aus der Erd- und Ochsenperspektive nicht durchschaut. Wohl aber müssen ihr die Ochsen folgen.
Alle Erzählungen und Geschlechterfolgen erzählen von dieser Richtungsweisung. Die Toledot drei (NOAH und die Sintflut) und fünf (die Sippen und der Turmbau) illustrieren das über Bilder des Erhebens. NOAH erhebt sich über die Wasser der Urfluten und die Sippen der Söhne NOAHs über die Ebene. Die Toledot 1, 2, 4 und 6 greifen zudem auf die Zahlensprache der Geschlechterlisten zurück und die siebte Toledot (TERACH und der Weg ABRAMs) vereint beide Formen des Er-Zählens.
Die vierte Toledot (die Söhne NOAHs) greift das Erheben der Subjekte über die drei bereits über die Fluten erhobenen und nun vor besonderen, mehrdimensionalen Herausforderungen stehenden Söhne NOAHs, JAFET, HAM und SEM auf (3à30) auf. Die Geschlechterfolge der SEMiten, aus der später die Erzväter ABRAHAM, ISAAK und JAKOB hervorgehen werden, haben dabei ein besonders Gewicht. Sie wird maßgebend von der Zahl 13 geprägt. Die Nachkommen SEMs bestehen aus 26 (2 x 13) Geschlechtern. Selbst die Summen der Namen der ersten 13 Geschlechter (3588 = 276 x 13) und auch die der zweiten 13 Geschlechter, der des JOKTAN bilden ein Vielfaches von 13 (2756 =212 x 13). Es ist dieser JOKTAN, der 13. Nachkomme SEMs, welcher in der 4. Toledot dessen Genealogie mit wiederum 13 Nachkommen fortführt. Sein Bruder PELEG ist der Zwölfte in der vierten Toledot. Seine Geschlechterfolge „fehlt“ dort. Die sechste Toledot ergänzt sie und zeichnet ein neues Bild vom Ganzen, das erst dadurch ein Ganzes wird, weil die Sechs das scheinbar (Ver)Fehlende einschließt. PELEG und die von ihm neu erschaute Ordnung wird zur Basis der semitischen Genealogie.
Das Wirk- und Zeugungsmuster der 6. Toledot ist das der 30. Ihre Richtungsweisung prägt die Geschlechterlinie des SEM. Die Väter ihres dritten, fünften und siebten Geschlechts, SCHELACH, SERUG und auch PELEG zeugen jeweils im Alter von 30 Jahren. Am Ende der 6. Toledot steht jedoch TERACH. Er zeugt mit 70³ Jahren ABRAM, NAHOR und HARAN. Er zeugt sie vor dem Hintergrund der 70, dem Zahlenwert des 16. hebräischen Buchstabens. Das „Ajin“ (o) bedeutet das „überschauende Auge“. TERACH zeugt, indem sich seinem Auge das Wesen der Sieben, das der göttlichen „Waffe“ (7 / z) auftut, er das ganzheitliche Wirken des Schicksals erkennt und das Unvorhersehbare als etwas Positives zu deuten vermag. Sein Name symbolisiert das erwachte und handelnde Bewusstsein. TERACH begründet das Wesen der siebten Toledot und wird zurecht zu deren Namensgeber, obwohl die Toledot die gewichtigen ABRAHAM-Erzählungen enthält.
Noch in der 6. Toledot fällt SCHELACH (300-30-8), der Träger des 3. semitischen Geschlechts bzw. des 2. Geschlechts nach SEM auf. Dort ist er der Einzige, dessen Namen zur 13 führt. Die Summe der Zahlen seines Namens ist ein Vielfaches von 13 (300-30-8, S 338 = 26 x 13 = 2 x 132). Auch zeugt SCHELACH seinen Sohn EBER mit 30 Jahren und lebt danach noch 403 Jahre. Das sind 31 x 13 Jahre. Mit diesem Produkt und dessen Vermögen schließt sich der Kreis von der sechsten Toledot zur zweiten Toledot (siehe die Spiegelbildlichkeit 2|6). Die Zahl 13 und ihre Umkehrung zur 31 war schon wesentlich in der 2. Toledot in den Lebensdaten von ADAM (s.o.: zeugt mit 130 und lebt 930 Jahre, d.h. 31 x 30 Jahre), um die höherdimensionale Ordnung zu erkennen. In der sechsten Toledot und deren zweiten Geschlecht nach SEM stellt die 13 wieder eine unerwartete Verbindung her. In der Rückschau fällt nämlich auf, dass auch ARPACHSCHAD, der Vater SCHELACHs nach dessen Zeugung ebenfalls noch 403 (31 x 13) Jahre lebt. Das erste und das zweite Geschlecht nach SEM (alias das 2. und das 3. semitische Geschlecht) erzählen von Einheit und Ganzheit trotz und gerade wegen der Umkehrung. Mit anderen Worten: Die Zahlengleichheit durch das Produkt 31 x 13 erzählt von einer nun wiederum höheren Dimension der Ganzheit, von der sodann das Geschlecht des TERACH berichtet und das den spannenden Lebensweg des Erzvaters der Religion ABRAHAM enthält.
Das zu ABRAM führende Geflecht der Zahlen ist kompliziert und nährt den Verdacht, des Zufalls. Dass die Zahlen jedoch kein Zufall sind, das zeigt allein ihre Existenz. Die sechste Toledot bekräftigt das noch einmal über die Summe aller ihrer Zeugungsalter. Sie beträgt 390 Jahre (30 x 13) und schließt damit den Kreis zur ganz am Anfang stehenden 7-Tage-Erzählung, in der die 390 schon die Zahl ist, welche die Zeugung des Menschen im Bilde der Gottheit die Polarität mit dem Terminus »männlich & weiblich« als Einheit vorstellt (Gen 1:27).